Der Energieträger Wasser schont die Umwelt – und die Finanzen

Nicht nur das Glasdach spart Energie. Durch einen thermodynamischen Prozess, der von der Ecole Polytechnique in Lausanne entwickelt wurde, ist Merck Serono in der Lage, das Wasser des Genfer Sees sowohl zum Kühlen als auch zum Erwärmen des Gebäudekomplexes zu nutzen. Dazu wird das Seewasser, das konstant eine Temperatur zwischen sechs und neun Grad Celsius aufweist, aus 30 Meter Tiefe durch Rohre in die Zentrale gepumpt.

Mit Hilfe eines Wärmeaustauschers wird die Differenz zwischen der Temperatur des Seewassers und der Umgebung genutzt, um die Zentrale im Sommer zu kühlen und im Winter mit Unterstützung von Wärmepumpen zu erwärmen.

Dank dieses Systems wird der Energieverbrauch aus nicht erneuerbaren Quellen erheblich gesenkt: „Das Seewasser deckt etwa 50 Prozent des Energiebedarfs. Zusammen mit Strom aus Wasserkraftwerken stammen 70 Prozent der Energie aus erneuerbaren Energiequellen“, sagt De Pauw. Merck Serono spart so 1500 Tonnen Heizöl pro Jahr. Das entspricht einer Reduktion des CO2-Ausstoßes um 4800 Tonnen – soviel, wie 30 000 Autos auf einer 1000 Kilometer langen Strecke verbrauchen.

Nach Abschluss des Kühlungs- oder Erwärmungsprozesses wird das Wasser zurück in den See geleitet. Die Temperatur ist im Vergleich zur Ursprungstemperatur leicht angestiegen. „Kontrollen der Ecole Polytechnique in Lausanne und der Universität Genf haben gezeigt, dass diese Veränderung keine negative Auswirkung auf die Temperatur oder die biologische Vielfalt des Sees hat“, erklärt De Pauw.

„Grüne Woche“: Treppen steigen statt Fahrstuhl fahren


Und Merck Serono tut noch mehr für die Ökobilanz des Unternehmens. Vom 5. bis 9. Mai veranstaltete das „grüne Komitee“ eine „Grüne Woche“: „Wir wollen aufzeigen, wie jeder Mitarbeiter das tägliche Leben grüner gestalten kann“, sagt De Pauw.
Das „grüne Komitee“ hat auch die „Re.Campaign“ unter dem Slogan „Merck Serono Genf wird grün“ ins Leben gerufen. Sticker wurden dazu an verschiedenen Stellen im Gebäudekomplex angeklebt. Der „Re.Born“-Sticker etwa, der an Fahrstühlen angebracht ist, soll die Mitarbeiter anregen, lieber die Treppen zu nutzen. Die Hinweisschilder werden von den Mitarbeitern keineswegs als mahnender Zeigefinger aufgefasst: „Ich finde es toll, dass sich mein Unternehmen so für die Umwelt einsetzt“, sagt Hugo Ordonez, der seit Mai 2009 bei Merck Serono arbeitet: „Ich habe mich definitiv für das richtige Unternehmen entschieden.“

Merck Serono in Genf

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