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Der Genfer See ist eine wichtige Energiequelle für Merck Serono
"Ein leichter Duft von Bienenwachs liegt in der Luft. Der Besucher wundert sich, dominieren doch Glas und Stahl die Eingangshalle der Zentrale von Merck Serono in Genf. Eine Sinnestäuschung? Nein, denn sogleich fesselt ihn der Anblick einer 360 Quadratmeter großen Fläche aus Bienenwachselementen. Die 1,4 Tonnen schwere Installation „Layers of Life“, die nach einem Entwurf und im Auftrag der ag4 media facade GmbH vom Kölner Künstlers Mic Enneper umgesetzt wurde, erstreckt sich über fünf Stockwerke und stellt abstrakt einen genetischen Code dar."
Willkommen in der neuen Zentrale von Merck Serono! Sie erstreckt sich über eine Fläche von 45 000 Quadratmetern. Acht Gebäude beherbergen 1500 Mitarbeiter des Pharmaunternehmens. Sie erforschen, entwickeln und vermarkten innovative Medikamente, um Patienten bei Erkrankungen mit hohem therapeutischen Bedarf zu helfen.
Die neuen Gebäude spiegeln Innovationen wider
2006 wurden alle Abteilungen, die vorher in zwei Gebäuden in Genf untergebracht waren, am neuen Standort unweit des Genfer Sees zusammengeführt.
Verantwortlich für den Neubau war das Architekturbüro Murphy/Jahn aus Chicago, zu dessen Projekten auch das Sony Center in Berlin und der Hauptsitz der Europäischen Union in Brüssel gehören. Die Architekten wollten die Unternehmensziele in gebaute Substanz umwandeln. „Für die neuen Gebäude wurde daher ein gestalterischer Ansatz gewählt, der den Innovationsdrang des Unternehmens widerspiegelt“, erklärt Isabelle De Pauw, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitskoordinatorin bei Merck Serono.

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Die denkmalgeschützten Gebäude (vorne im Bild) wurden von den Architekten in das Gesamtkonzept integriert
Die Architekten standen dabei auch vor drei Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert, die denkmalgeschützt sind und daher in die neue Konstruktion integriert werden mussten.
Sie integrierten alte und neue Strukturen zu einem Campus mit einem ganz eigenständigen, dynamischen Charakter. Der Hauptbau, eine Symbiose aus Stahl und Glas, ist ihr zentrales Element. Er verbindet Verwaltungs- und Forschungsteil. Zonen, ausgestattet mit Sitzecken, laden zum interdisziplinären Austausch ein. Hier lassen sich rege Diskussionen beobachten – bei Kaffee, Salat oder Eiscreme. Unter dem Glasdach, das bei schönem Wetter geöffnet wird, vermitteln Sonnenschirme und Bäume das Gefühl, in einem Straßencafé zu sitzen. Dazu passen die Namen der umliegenden Kantinen: „Time-out-Café“ (Auszeit-Café) und „L’Atelier des saveurs“ (Werkstatt des Wohlgeschmacks). Dank des natürlichen Lichts muss nur im Winter ab 16 Uhr die Beleuchtung angestellt werden.
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