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Schlank und brillant: Flachbildschirme beherrschen mittlerweile den Markt
Fußballfieber unter afrikanischer Sonne mit spannenden Ballduellen und satten Farben: Die Weltmeisterschaft der besten Kicker im Jahr 2010 verspricht feinsten Fernsehgenuss für alle Sportfans. Und die besten Bilder der Ballduelle liefern moderne LCD-Flachbild-Fernseher. Nie war das elektronische Fenster zur Welt ein so elegantes Möbel, und nie bot es eine so gute Sicht ins Universum der bewegten Bilder.
Aktuelle LCD-Fernseher sind zusätzlich umweltfreundlich: Bildschirme mit aktueller PS-VA-Technologie von Merck, dem Weltmarktführer für Flüssigkristalle, bieten hohen Kontrast und schnelle Schaltzeiten, während gleichzeitig die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung reduziert werden kann. Werden hierzu Leuchtdioden statt Kaltkathoden-Fluoreszenzlampen eingesetzt, sinkt die Leistungsaufnahme erheblich. „Moderne LCD-Fernseher sparen schon bis zu 50 Prozent Energie im Vergleich zu früheren Geräten“, freut sich daher Dr. Werner Becker, bei Merck in der Sparte Flüssigkristalle tätig, „und diese Entwicklung hat erst angefangen.“
Schlanker, schneller, grüner
Die Kunden nehmen die Möglichkeiten der neuen LCD-Generation begierig auf. In Westeuropa und Japan haben LCD-Fernseher mittlerweile Marktanteile von rund 90 Prozent, und auch im weltweiten Durchschnitt entscheiden sich seit 2008 die meisten Käufer für einen TV-Apparat mit Flüssigkristallanzeige, wie die Marktforscher von DisplaySearch berichten. Für die nächsten fünf Jahre sagt DisplaySearch einen kontinuierlichen Anstieg der LCD-Marktanteile voraus – während Röhrengeräte rapide zurückgehen, Plasma-Apparate auf einem geringen Niveau stagnieren und sich OLED-Fernseher mit organischen Leuchtdioden erst langsam im Markt etablieren werden.
„Im gleichen Zeitraum werden sich die LCD-Anzeigen noch weiter verbessern“, sagt Dr. Georg Bernatz, bei Merck Spezialist für Technisches Marketing von Flüssigkristallen. „Innovative Technologien wie PS-VA ermöglichen völlig neue Möglichkeiten.“ Das sieht die internationale Society For Information Displays (SID) genauso, weshalb sie im Sommer 2009 Merck mit dem „Silver Award for the Display Component of the Year“ für die Entwicklung der PS-VA-Materialien auszeichnete.
Fernsehen und die fünf Ringe
Dass internationale Sportereignisse die Neugier auf Innovationen der Fernsehtechnik befeuern, ist eine alte Weisheit: 1935 startete die öffentliche Fernsehübertragung in Deutschland – rechtzeitig zu den Olympischen Spielen von 1936. Die Leistungsklasse der damaligen Fernsehtechnik sieht zwar für das heutige Auge eher unspektakulär aus. Fernsehapparate wie Loewes edler Holzkasten mit konvexer Zehn-Zoll-Mattscheibe und einer Auflösung von 240 Zeilen markierten dennoch einen Innovationssprung in der Technik des Bildrundfunks. Zum Vergleich: Die ersten im Jahr 1928 öffentlich vorgestellten deutschen Fernsehapparate hatten Bildschirme von vier auf vier Zentimetern, beziehungsweise von acht auf zehn Zentimetern Größe.
Nachdem in der frühesten Pionierzeit des Fernsehens noch die mechanische Bildzerlegung dominierte, setzte sich seit Anfang der 1930er-Jahre das von der Aufzeichnung bis zur Wiedergabe elektronische Fernsehen mit der als Braunsche Röhre bekannten Kathodenstrahlröhre (CRT) durch. Revolutionär war auch die neue Weise, bewegte Bilder zu sehen: Statt des kollektiven Schauens im Kino kamen Nachrichten und andere Inhalte jetzt in die Wohnung, das Fernsehen bot eine neue Qualität der individuellen Medienwelt.
Eine kurze Geschichte des Fernsehens
Als das Fernsehpublikum noch auf die Röhre schaute
Das Bild entsteht in CRT-Fernsehern durch einen Elektronenstrahl, der auf eine Leuchtschicht trifft, die ihn durch Fluoreszenz als einen je nach Signalstärke unterschiedlich hellen, leuchtenden Bildpunkt zeigt. Um ein bewegtes Bild darstellen zu können, wird dieser Strahl durch elektromagnetische Ablenkung zeilenweise über den Bildschirm geführt. Die Qualität des Bildes hängt dabei maßgeblich von der Auflösung und der Bildfrequenz ab. In Deutschland wurde bereits 1937 das sogenannte Zeilensprungverfahren eingeführt, bei dem abwechselnd Bildzeilen mit gerader und ungerader Nummerierung dargestellt werden. So entstehen aufeinander folgende Halbbilder, die trotz einer Bildwechselhäufigkeit von nur 25 Hertz beim Betrachter den Eindruck einer Bildfrequenz von 50 Hertz erzeugen.
Der moderne Fernsehstandard von 625 Zeilen Auflösung und 50 Halbbildern je Sekunde galt in Deutschland bereits seit der Wiederaufnahme des Fernsehens im Jahr 1952. Als echtes Massenmedium etablierte sich der Bildrundfunk allerdings erst in den 1960er-Jahren. Nun zogen die großen, schweren und vor allem tief ausladenden Röhrengeräte auf breiter Front in die Wohnzimmer ein. Vom Flachbildschirm wagte damals noch niemand zu träumen, denn Röhrenfernseher brauchen physikalisch bedingt einen großen Abstand zwischen Elektronenquelle und Bildschirm; daraus resultieren die trichterförmig nach hinten schmaler werdenden Gehäuse.
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