Schnelle Reaktion bei Stress

Genutzt wird Ectoin heute vielfältig – in Nasensprays bis Augentropfen, vor allem aber in der Kosmetik. Merck liefert seit dem Jahr 2000 in Form von RonaCare® Ectoin das aufbereitete Solut zur Weiterverarbeitung für kosmetische Produkte. Verwendet wird RonaCare® Ectoin mittlerweile weltweit in Tagescremes, kombiniert mit UV-Schutzfiltern in Sonnenmilch oder in Anti-Falten-Produkten. „Es geht in der Kosmetik um die Erhaltung des Zustandes der Haut“, erklärt Dr. Hansjürgen Driller, Leiter Marketing Cosmetic Actives von Merck. „Die vorhandenen Schutzmechanismen der Haut zu unterstützen, ist also das Ziel, und das macht Ectoin optimal.“ UV-Bestrahlung beispielsweise führt zu Schäden. Im Biochemie-Kreislauf der Haut gibt es Systeme, die dafür sorgen, dass diese Schäden repariert werden. Nur sind diese Natursysteme unter Stress nicht mehr in der Lage, schnell genug zu reagieren. „Bei Sonnenbestrahlung verschwinden zum Beispiel Langerhans-Zellen, die Abwehrspezialisten der Haut, in die unteren Schichten und stehen als Immunsystem nicht mehr zur Verfügung. Wenn nun Ectoin auf die Haut gebracht wird, dann verschwinden diese Zellen nicht mehr, da sie durch Ectoin geschützt werden.“ Das Ectoin selbst bildet ein besonderes Wassersystem in der Haut. Die Proteine der Haut, die die biologischen Prozesse starten, werden über Wasser und Salzkonzentrationen stabilisiert. Ectoin sorgt dafür, dass die Wasserhülle dieser Proteine  länger hält. Dadurch sind solche Proteine zum Beispiel resistenter gegen UV-Strahlung . Ein natürliches Schutzschild wird aufgezogen – Ectoin macht es möglich.

 

Ectoin wird hauptsächlich in kosmetischen Produkten verwendet und unterstützt die Schutzmechanismen der Haut
© Panthermedia
Ectoin wird hauptsächlich in kosmetischen Produkten verwendet und unterstützt die Schutzmechanismen der Haut