Das Juniorlabor in Darmstadt
Zum Schluss eine Leckerei
Erst einmal kommt aber im Unterrichtsraum der krönende Abschluss des Laborbesuchs: Mit flüssigem Stickstoff werden Sahne, Eier, Zucker und Himbeeren zu frischem, köstlichen Speiseeis verfeinert. Naturwissenschaft, das nehmen die Mädchen und Jungen an diesem Tag als Erkenntnis mit nach Hause, macht nicht nur Spaß – manchmal kann sie auch richtig gut schmecken.
An die Eiskonditorei dachten jene Schüler wohl nicht, die bei Betriebsführungen durch die Produktionsanlagen von Merck immer wieder nachfragten, ob man denn hier selbst einmal experimentieren dürfe. Das ist zwar nicht möglich – aber es gab Christa Jansen den Anstoß nachzudenken, wie das Chemieunternehmen einen entsprechenden Raum für Schulklassen bieten könne. Die Idee zum Juniorlabor wurde dann im Gespräch mit Barbara Albert von der TU geboren. Die Professorin und Dekanin des Fachbereichs Chemie träumte ebenfalls von einem Labor, in dem Kinder und Jugendliche – zusätzlich zum Unterricht in der Schule – einen praxisnahen, ihrem Alter entsprechenden Zugang zur Chemie finden können.
So entstand das Juniorlabor als Erfolgsprojekt mit einer Ausstrahlung weit über die Region hinaus. An der Wand des Unterrichtsraums hängen die bunten Briefe und Plakate, mit denen sich Grundschüler bei Klaus Wannowius und seinen Mitarbeitern für den Besuch bedanken. Aber auch ältere Jugendliche sind von dem Labor beeindruckt – selbst wenn das Dankeschön etwas anders aussieht als bei den Viertklässlern: „Wenn so ein cooler Typ aus der Mittelstufe sagt, dass es ganz okay gewesen sei“, lacht der Chemiker, „dann ist das als dickes Lob für uns gemeint.“