Farbe ist mehr als nur Farbe

Heute möchte die Automobilindustrie neben Sicherheit und Qualität zudem ein Image verkaufen, das die Akzeptanz des Fahrzeugs und seines Herstellers sichert. Da ist Merck als Partner gefordert. „Wir sind in der glücklichen Lage, für alle Farbgruppen Vorschläge hinsichtlich höherer Farbtonvielfalt zu liefern. Schließlich muss der Lackhersteller auf alle Mode- und Individualisierungswünsche von Autokäufern rund um den Globus reagieren können. Es ist quasi eine Kettenreaktion – jeder bekommt von jedem Input. Aber alles muss abgedeckt und ein Kompromiss zwischen technischer Machbarkeit und gestalterischen Höhenflügen gefunden werden“, erklärt Helga Wolf.

Trotz Globalisierung unterscheiden sich die Farbgeschmäcker in Europa, den USA oder Asien doch erheblich. Die Kulturgeschichte spielt hier eine übergeordnete Rolle. In den USA etwa sind Brauntöne möglich. „In Deutschland ist Braun negativ belegt und daher nur selten zu sehen“, weiß Wolf. „Europäer mögen Schwarz, Silber und Blau gern, weil sich die Technikverwöhntheit so widerspiegelt. In Asien lieben die Menschen traditionell Weiß und gedeckte Farben. Allerdings trifft das nur auf Autos zu.“ Was ihren persönlichen Farbgeschmack anbelangt, so steht Projektleiterin Helga Wolf eher als Individualistin da. „Ich bin eher im Gelb-Orange-Bereich anzusiedeln, wobei mein Fahrzeug eine andere Farbe hat: Aubergine.“

Die Farben von gestern und morgen

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Helga Wolf
© Merck
Den Trendfarben immer auf der Spur: Helga Wolf, Projektleiterin Color Proposals bei Merck