Nie ohne Nasivin ins All
  

Die NASA rüstete sofort nach und gab unter mehreren zur Verfügung stehenden abschwellenden Nasensprays gezielt dem von Merck entwickelten Oxymetazolin den Vorzug. Seither ist dieses potente Rhinologikum fester Bestandteil von Fahrten in den Weltraum: Nicht nur die „Medical Kits“ genannten Bordapotheken der Apollo-Missionen und die kleineren Medizintaschen der Mondlandefähren waren damit bestückt, auch die Space Shuttles führen Nasenspray mit Oxymetazolin mit.
   
Entstanden ist die Arznei in den Merck-Laboratorien in Darmstadt. Die dortigen Forscher entwickelten Ende der 1950er-Jahre die bis dahin bekannten, Blutgefäße in der Nasenschleimhaut zusammenziehenden Wirkstoffe weiter. Sie veränderten die chemischen Strukturen, um bessere Eigenschaften zu erzielen und hatten mit Oxymetazolin Erfolg. Zunächst hieß die Substanz H 990 und wurde an Tieren und in der Klinik erprobt. Und die ausgezeichnete Wirksamkeit bestätigte sich: Die Behinderung der Nasenatmung wurde rasch und ausgiebig beseitigt. Dabei hielt die Wirkung lange, sogar über Nacht, an und die Nasentropfen waren bestens verträglich. Sie wurden ab 1961 in mehreren Ländern eingeführt; in Deutschland ist Nasivin® bis heute eine erfolgreiche Marke.
   
Die NASA war von Oxymetazolin wegen seiner besonders guten, rasch einsetzenden und bis zu zwölf Stunden anhaltenden Wirksamkeit sowie seiner ausgezeichneten Verträglichkeit ebenfalls überzeugt. Noch immer ist es ein moderner Arzneistoff, an dem weiter geforscht wird: Jüngste Untersuchungen mit Nasivin® konnten auch antivirale und entzündungshemmende Wirkeigenschaften nachweisen.
Ohne Nasivin startete die NASA nicht ins All
© Merck
Mit laufender Nase ins All? Undenkbar! Deshalb stattet die NASA ihre Space Shuttles mit Nasenspray aus, das das von Merck entwickelte Oxymetazolin enthält