
Langjährige Patenbeauftragte für "Jugend forscht" bei Merck: Barbara Hoffmann (li.) und ihre Nachfolgerin Daniela Lewin
© Peter Thomas
Forscher mit Vergangenheit
Eine ganz andere Verbindung zwischen Merck und „Jugend forscht“ gibt es auch durch die eigenen Mitarbeiter: Nicht nur, dass sich rund 30 Unternehmensangehörige für die Ausrichtung des Landeswettbewerbs engagieren – es gibt auch viele Wissenschaftler, die als Schüler am Wettbewerb teilgenommen haben und heute bei Merck arbeiten.
Diese Brücke zwischen der naturwissenschaftlichen Nachwuchsförderung und aktuellen Forschungsarbeiten schlagen am zweiten Tag des Landeswettbewerbs die Führungen durch das Unternehmen. Dabei haben die Mädchen und Jungen die Chance, sich über den Alltag bei Merck mit Forschung und Produktion zu informieren.
Die Zukunft bleibt spannend
Vor der festlichen Preisverleihung ist die Spannung im Publikum zum Greifen nah. Wie haben die Fachjurys wohl entschieden? Der „Solar Pond“ wird mit einem dritten Preis, dem Sonderpreis Umwelttechnik und einem Merck-Praktikum zum Thema Energieeffizienz ausgezeichnet. Grund zur Enttäuschung haben Kristina, Céline und Sina also wirklich nicht – auch wenn sie diesmal nicht zu den sieben Gruppen gehören, die den Sprung zum Bundeswettbewerb geschafft haben.
Wie geht es weiter für die drei Schülerinnen, die derzeit in die 12. Klasse gehen, alle Mathematik als Leistungskurs gewählt haben und im „PhysikClub Kassel“ aktiv sind? Mindestens ein Jahr lang wollen sie ihr Projekt weiterentwickeln. Denn sie sind fest überzeugt vom Potenzial des Solarteichs für die Energiegewinnung in Schwellenländern. Ansätze zur Verbesserung gibt es reichlich – zum Beispiel den Einsatz von Membranen und Folien zur weiteren Reduzierung von Strömungen im Wasser.
Von der Forschung begeistert sind die drei jedenfalls weiterhin. Vielleicht komme nach dem Abitur sogar ein Physikstudium in Frage, sagt Kristina. „Dabei hätte ich mir das vor wenigen Jahren noch gar nicht vorstellen können.“ Verändert hat das unter anderem die Mitgliedschaft im „PhysikClub Kassel“, in dem gleich mehrere der zum Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ eingeladenen Forschungsprojekte von Kindern und Jugendlichen entstanden sind. Physik hat eben eine hohe Anziehungskraft.