Die „Healthcare Businesswomen's Association“ bietet Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch
Die „Healthcare Businesswomen's Association“ bietet Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch
© Getty Images  
Mentoring öffnet Türen

Susanne Rösler war Mentee von Kathrin Schönborn-Sobolewski, schon bevor die HBA im Rhein-Main-Gebiet Fuß fasste. Kürzlich hat sie ihre Promotion abgeschlossen, jetzt arbeitet sie in der pharmazeutischen Industrie: „An den hessischen Hochschulen gibt es ebenfalls Mentoring-Programme, und von dort kannte ich Frau Schönborn-Sobolewski bereits.“ Erfahrung, entdeckte Rösler, ist ansteckend. Vieles, was in der Berufspraxis zählt, kann man nur durch sie erkennen, nicht aus Büchern lernen.
Gerade deshalb hat sich die beratende Unterstützung durch ihre Mentorin sehr bewährt: „Man erlebt sich in Beratungsgesprächen als viel kompetenter, man weiß mehr über die wirklichen Prioritäten“, sagt Susanne Rösler. „Ich hatte nie das Gefühl, Ratschläge zu bekommen, die von oben herab kamen. Man würde vielleicht fürchten, dass jemand, der 25 Jahre Berufserfahrung hat, ein wenig herablassend mit einer jungen Kollegin redet. Doch so ist es nicht – das Gespräch ist immer sehr offen und durchaus auf gleicher Ebene.“ Und offenbar so erfolgreich, dass Susanne Rösler beinahe neidische Kommentare von männlichen Mitabsolventen erntete, die sie fragten: „Warum gibt es so etwas nicht auch für uns?“
„Oh“, sagt Kathrin Schönborn-Sobolewski, „es wäre ein Missverständnis zu glauben, dass Männer nicht willkommen wären, wenn wir ein Forum haben, zum Beispiel zum Thema ‚Gibt es den geschlechtsspezifischen Führungsstil’ oder ‚Pharma 3.0’. Sie sind durchaus eingeladen, mitzudiskutieren.“ Anlässe hat die HBA stets genug. Sie bewegt sich in einer dynamischen Wirtschaft, die auf ständige Innovationsprozesse angewiesen ist – im technisch-wissenschaftlichen Feld ebenso wie in denen des Managements und der Kompetenzsicherung.
Dass dabei der Beitrag weiblicher Professionals auf allen Ebenen gebraucht und geschätzt wird, rückt immer stärker in den Vordergrund. „Merck gehört deshalb seit einiger Zeit zu den Corporate Sponsors der HBA“, sagt Kathrin Schönborn-Sobolewski, „und es freut mich sehr, dass das Unternehmen unsere Aktivitäten offiziell unterstützt.“ Merck-Mitarbeiterinnen können deshalb unter anderem vergünstigt HBA-Mitglieder werden oder an Veranstaltungen teilnehmen, und das Unternehmen bekennt sich zu ihrer aktiven Förderung. Es ist eine Investition in die Zukunft.