Nachhaltiges Wirtschaften aus Tradition

10.05.2010
2003 erschien der erste Bericht von Merck zur Corporate Responsiblity. Seitdem stellt jede Ausgabe das Destillat vieler verschiedener Prozesse dar, die in Richtung einer nachhaltigen Zukunft führen. Der gesellschaftlichen Verantwortung stellt sich Merck allerdings nicht erst seit Kurzem, sondern schon seit über drei Jahrhunderten.

 

Verantwortung zu übernehmen, prägt die Kultur von Merck seit vielen Generationen
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Verantwortung zu übernehmen, prägt die Kultur von Merck seit vielen Generationen  
Markt und Moral sind keine Widersprüche, sondern zwei Seiten einer Medaille: Wirklich „gute“ Geschäfte sorgen für ökonomischen Gewinn und respektieren gleichzeitig Menschen, Umwelt und Märkte – zum langfristigen Nutzen des Individuums und der Gesellschaft. Diese Erkenntnis steht hinter dem Begriff der „Corporate Responsibility – CR“ (Gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens). Spätestens ökonomische Krisen machen deutlich, wie wichtig dieses gelebte Bewusstsein in einer globalisierten Wirtschaftswelt ist.
Immer mehr Unternehmen stellen sich deshalb offensiv ihrer Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Kunden, gegenüber der Umwelt und der Zukunft des eigenen Geschäftes. Mindeststandards dafür gibt der „Global Compact“ vor – eine Initiative der Vereinten Nationen, die zehn grundlegende soziale und ökologische Prinzipien vertritt. Ihr gehören mittlerweile mehr als 6000 Unternehmen an. Sie dokumentieren ihr nachhaltiges Wirtschaften in den verschiedensten Bereichen von der Unternehmens- und Mitarbeiterführung bis zum Schutz natürlicher Ressourcen. Dazu gehört auch, Verantwortung für die gesamte Wertschöpfungskette zu übernehmen.

UN-Vorgaben sorgen für Vergleichbarkeit


Merck veröffentlicht seit 2003 im zweijährlichen Turnus einen Corporate-Responsibility-Bericht. „Dabei folgt das Unternehmen den Leitlinien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative (GRI)“, erläutert Maria Schaad, Corporate-Responsibility-Managerin bei Merck. Das sorgt für Transparenz und Vergleichbarkeit – in der jüngsten Ausgabe aus dem Jahr 2009 auf insgesamt 72 Seiten. Im Jahr 2005 ist Merck auch dem UN Global Compact beigetreten.
Das Ideal nachhaltigen Wirtschaftens jedoch ist alles andere als neu für das internationale Pharma- und Chemieunternehmen. Vielmehr blickt Merck zurück auf über drei Jahrhunderte Firmengeschichte, die geprägt sind von einem Engagement über das Kerngeschäft hinaus. Im Familienunternehmen Merck spiegelt sich so das aus dem Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit herausgebildete Ideal des „Ehrbaren Kaufmannes“. Dieses Bild darf als eine Keimzelle des heutigen Einsatzes für nachhaltiges Wirtschaften von Unternehmen gelten.
Die direkte Geschichte der CR-Bewegung gerade in der Chemieindustrie geht jedoch nicht allein auf mittelalterliche Händler zurück, sondern auch auf die Umweltbewegung des späten 20. Jahrhunderts. Es waren die Reaktion auf Umweltprobleme der 1980er-Jahre und die zunehmende öffentliche Kritik an den Unternehmen, welche die Branche unter Zugzwang setzten. Tatsächlich ergriffen Chemiekonzerne daraufhin die Initiative, setzten sich konstruktiv mit ihren Problemen auseinander und präsentierten die Ergebnisse in Umweltberichten – ganz nach dem Grundsatz: „Tue Gutes und rede darüber!“

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