Anregungen auch für heute
Katja Schmiederer hat Pharmazie in Marburg studiert und daran ein Aufbaustudium zur Geschichte der Pharmazie angeschlossen. Parallel zur Dissertation begann sie danach, als Apothekerin zu arbeiten. „Das sind eigentlich zwei Vollbeschäftigungen“, sagt die ruhige Frau mit den blonden Haaren im Rückblick. Umso wichtiger war für sie die Möglichkeit, bei Merck zielgerichtet und unter besten Bedingungen arbeiten zu können. Das beginnt bei der guten Atmosphäre am großen, runden Tisch in Corporate History und reicht bis zur sachkundigen Unterstützung durch die Mitarbeiter sowie die Vielfalt des Archivbestandes: „Hier sitzt man nicht einfach nur zwischen Büchern des 18. Jahrhunderts“, sagt die Pharmaziehistorikerin über die Archivbibliothek. Dass die Sammlung Quellen vom Mittelalter bis in die Gegenwart vereint, „machte den Brückenschlag zu modernen Realitäten viel einfacher“, freut sie sich.
Aus ihrer eigenen Erfahrung heraus macht Katja Schmiederer anderen Forschern Mut, die Bibliothek von Merck Corporate History für deren Forschungen zu nutzen. Denn die Vielfalt des Bestands birgt ein großes Potenzial. Das spürte die Forscherin unter anderem, als sie in einer späteren Phase ihrer Arbeit Inhalte des „Dictionnaire“ mit den zeitgenössischen Pharmakopöen verglich: „Das war sehr, sehr fruchtbar“.