September
Anton taucht seit sechs Wochen. Er schaukelt sanft von rechts nach links und zurück. 15 Millimeter ist er groß. Gestern habe ich ihn das erste Mal gesehen, meinen kleinen Zellklumpen, der schon ein bisschen menschliche Formen annimmt. Ob Anton auch wirklich ein Anton ist, weiß ich noch nicht. Aber ich vermute es. Seit ich erfahren habe, dass ich mit meinem Wunschkind schwanger bin, gebe ich alles daran, dass es ihm gut geht. Esse gesund, lasse die Dinge ruhiger angehen. Als mein Mann und ich den Entschluss gefasst hatten, ein Kind zu bekommen, habe ich nach ausführlicher Beratung meines Frauenarztes sofort zu Femibion gegriffen. Femibion, hat mein Arzt erklärt, hilft dabei, dass das kleine Wunder schon von der ersten Zellteilung an optimal versorgt ist. Ich hatte das angenehme Gefühl, schon vor der Empfängnis eine schützende Hand auf mein Kind zu legen.
Oktober
Anton ist nun schon elf Wochen alt. Seit gestern kann er das Wasser, in dem er schwimmt, schlucken. Es schmeckt wohl ein klein wenig nach Lakritze – ich liebe Lakritze – und es geht ja quasi alles, auch Geschmack, ins Fruchtwasser über. Vier Zentimeter groß ist das kleine Leben, das in meinem Bauch schwimmt, zehn Gramm schwer. Noch nicht mal so groß wie mein kleiner Finger. Ich bibbere dem Ersttrimester-Screening entgegen, das Aufschluss über die Gesundheit und Entwicklung meines kleinen Symbionten geben soll. Von Neuralrohrdefekten habe ich schon vor der Schwangerschaft gehört. Seitdem habe ich viel gelesen und weiß heute: Das sogenannte Neuralrohr, die Entwicklungsstufe des zentralen Nervensystems, schließt sich bereits zwischen dem 22. und 28. Schwangerschaftstag. Verläuft dieser Prozess nicht reibungslos, ist häufig ein Folatmangel mit die Ursache. Das belegen mehrere Studien. Schon seit mehr als 30 Jahren ist der Zusammenhang von Folatmangel und Neuralrohrdefekten bekannt – und dennoch kommen jährlich in Europa 4000 Babys mit einem Neuralrohrdefekt zur Welt. Eine optimale Folatversorgung verringert das Risiko dieser Fehlbildung entscheidend. Um einen adäquaten Folatspiegel im Blut zu erreichen, sind die bisherigen Empfehlungen allerdings zu niedrig angesetzt, erklärt der bekannte Ernährungswissenschaftler Professor Klaus Pietrzik von der Universität Bonn: „Die bisherige Empfehlung lautet, vier Wochen vor der Empfängnis mit der Einnahme von 400 Mikrogramm zu beginnen. Allerdings haben unsere Untersuchungen gezeigt, dass diese Dosis innerhalb von vier Wochen nicht zu ausreichend hohen Folatspiegeln im Blut führt.“ Frauen mit Kinderwunsch sollten entweder zwei bis drei Monate vorher mit der Einnahme starten oder aber die Dosis erhöhen. „Mit 800 Mikrogramm lässt sich innerhalb von vier Wochen ein ausreichendes Niveau erreichen.“ Diese Dosis ist in Femibion Schwangerschaft 1 enthalten. Ich habe zum Glück rechtzeitig begonnen, die höhere Dosierung zu nehmen, denn mit der Schwangerschaft ging es am Ende schneller als erwartet. Meine Freundin hat zwei Jahre warten müssen, bei uns klappte es gleich im ersten Monat ohne Verhütung.
November
Anton ist 14 Wochen alt. Das erste Trimester der Schwangerschaft ist geschafft, die Gefahr einer Fehlgeburt sinkt nun rapide. Ich bin erleichtert. Der kleine Mensch will bleiben. Die Embryonalphase ist abgeschlossen, alle Organe und Körperteile sind angelegt. Die ersehnte Untersuchung zeigt, dass es keine Hinweise auf eine Fehlentwicklung wie etwa einen offenen Rücken gibt. Mein Arzt empfiehlt mir, weiterhin Vitamine, speziell Folate, einzunehmen, um Anton auch im weiteren Schwangerschaftsverlauf optimal zu versorgen.
Früher sprach man oft von Folsäure-Mangel, aber die Bezeichnung ist nicht ganz richtig, da Folsäure die synthetisch hergestellte Variante meint, die der Körper erst in die bioaktive Folatform umwandeln muss. Doch bei weitem nicht jede Frau kann Folsäure aufgrund einer verminderten Aktivität des dafür verantwortlichen Enzyms vollständig in die bioaktive Folatform umwandeln. Deswegen ist es sinnvoll, von vornherein auf Folsäure in Kombination mit dem speziell von Merck entwickelten, bioaktiven Metafolin® zu setzen.
Folate sind hitze- und lichtempfindliche Vitamine aus dem B-Komplex. Ein Mensch braucht im Durchschnitt etwa 400 Mikrogramm Folat am Tag. Obwohl ich mich gesund ernähre, erklärt mir mein Arzt, würde ich es kaum schaffen, ausreichend Folat über die Nahrung aufzunehmen. Denn durch Lagerung und nicht immer optimale Zubereitung nimmt das Folat ab. Ich als Schwangere habe sogar einen erhöhten Bedarf, ich benötige 600 Mikrogramm.