Merck Serono: 40 Millionen für Biotechnologie

Zu Zeiten der Internet-Euphorie um die Jahrtausendwende hatte CVC seinen Höhepunkt. Viele Firmen investierten in die neuen Hightech-Gesellschaften. Nach dem Platzen der Blase gaben viele Konzerne ihre CVC-Abteilungen auf. Ende 2008 gab es laut deutschem Branchenverband BVK nur noch 19 Firmen, die Corporate Venture Capital vergaben. Sie investieren aber stark in den USA, wo Corporate Venture Capital viel verbreiteter ist als in Deutschland.
Merck Serono ist seit 2009 mit dabei. Die Merck-Sparte gründete einen Wagniskapitalfonds, dessen Mittel junge Firmen aus der Biotechnologie fördern sollen. Insgesamt 40 Millionen Euro stehen bis 2014 für Beteiligungen zur Verfügung. „Wir wollen zwei bis drei Investitionen im Jahr tätigen und dabei durchschnittlich 500 000 bis zwei Million Euro je Firma und Finanzierungsrunde investieren“, erläutert Christoph Hüls, der Leiter des Fonds. Bisher hält der Fonds Beteiligungen an der amerikanischen Firma Anaphore und der Wiener Biotech-Firma F-Star. Weitere sollen noch 2010 hinzukommen. Für Hüls ist klar: „Die Beteiligungen müssen eine ordentliche Rendite erwirtschaften, aber wichtiger sind die guten Beziehungen, die wir zu den jungen Firmen aufbauen.“

 

Christoph Hüls, Leiter des Wagniskapitalfonds bei Merck Serono
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Christoph Hüls, Leiter des Wagniskapitalfonds bei Merck Serono