
Denis Röder absolviert bei Merck eine Ausbildung als Chemielaborant
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„Viele Schüler wissen nicht, was zum Beispiel eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich bedeutet“, bestätigt Ulla-Britt Siebrecht. Einer der ersten Filme, die online gingen, war daher das Porträt von Michaela, einer angehenden Kauffrau für Bürokommunikation. Dreieinhalb Minuten lang wird sie von Denis interviewt und erzählt von ihrem Aufgabengebiet. Die Atmosphäre ist locker, der Zuschauer erhält einen Einblick in ihr Arbeitsumfeld und erfährt etwas zu Theorie und Praxis der Ausbildung sowie zur Zukunft des Berufes.
Gedreht wird ohne großen Aufwand mit einer Handkamera, was das Ganze sehr authentisch wirken lässt – als würde ein guter Freund im Büro zu Besuch kommen. „Die Schüler, die diese Filme später im Internet oder in den Schulen direkt zu sehen bekommen, schätzen es sehr, echte Meinungen zu hören“, erklärt Ulla-Britt Siebrecht.
„Wir haben uns ganz bewusst für die Perspektive eines scheinbar Unwissenden entschieden“, bekräftigt Azubi-Reporterin Verena Metzler, „denn nur so können wir unbedarft die Fragen stellen, die ein Schüler vielleicht auch stellen würde.“ Deswegen vermeiden sie und Denis Röder es auch, sich im Vorfeld viel Wissen über die Berufe anzueignen, die sie porträtieren sollen. „Wir fragen lieber frisch drauflos, dann treffen wir am ehesten die Schülersicht.“

Und action!: Die Azubis geben Einblicke in ihren Alltag und helfen Schülern so dabei, den für sie passenden Ausbildungsplatz zu finden
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Reporter: jedes Jahr Casting
Welcher Beruf im jeweils nächsten Porträt erscheinen könnte, das schlägt Ulla-Britt Siebrecht vor, die von der Entwicklung des Projektes begeistert ist. Auf Messen, in Schulen und im Internet warb das Unternehmen bisher für seine Ausbildungsgänge. „Es hat sich aber gezeigt, dass wir mit unseren bisherigen Marketingstrategien alleine nicht mehr ausreichend nah an die Zielgruppe rankamen“, erklärt sie den Hintergrund der Web-2.0-Offensive. „Mit diesem Tool klappt es nun hervorragend.“
Verena Metzlers und Denis Röders nächste Aufgabe ist, ihre Nachfolger zu suchen, denn berufen werden Azubi-Reporter nur für ein Jahr. Sie selbst wurden im vergangenen Jahr in einem Casting aus zahlreichen Bewerbern um diesen Posten ausgewählt. Denis und Verena kannten sich vorher nicht, arbeiten im Team aber mittlerweile hervorragend zusammen. Dabei hat sich gezeigt, dass Verena eher das Planerische übernimmt und Denis lieber das Praktische – eben ganz ihrem Naturell entsprechend, nach dem sie ihre eigenen Berufe gewählt haben.