Wenn sich große Tabletten einfach auflösen

10.05.2010
Wie lässt sich die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angenehmer gestalten? Innovatives Beispiel einer gelungenen Produktentwicklung ist Glucophage®-Pulver. Das neue Diabetes-Medikament von Merck Serono ist die jüngste Generation der Medikamentenfamilie mit dem Wirkstoff Metformin-Hydrochlorid. Die neu entwickelte Form ist leichter einnehmbar und schmeckt besser.

 

Die Familie der Metformin-Medikamente hat Potenzial für die Zukunft, denn eine überzeugende Alternative gibt es derzeit nicht
© Merck
Die Familie der Metformin-Medikamente hat Potenzial für die Zukunft, denn eine überzeugende Alternative gibt es derzeit nicht  
Gute Therapie ist manchmal bitter und schwer zu schlucken. Das jedenfalls sehen viele Patienten so, die an der Stoffwechselkrankheit Diabetes mellitus Typ 2 leiden. Denn der bewährte Wirkstoff Metformin-Hydrochlorid, kurz Metformin, gilt zwar als der unumstrittene Goldstandard für die Behandlung von Diabetes Typ 2, wenn die Patienten noch kein Insulin spritzen müssen. Aber die klassischen Filmtabletten sind vergleichsweise groß und deshalb für manche Patienten schwer zu schlucken.
Merck Serono, mit seiner langjährigen Erfahrung einer der Pioniere bei oral verabreichten Diabetes-Medikamenten, hat eine Antwort auf dieses Problem gefunden: Die neueste Entwicklungsstufe des vor gut 50 Jahren vorgestellten Metformin-Medikamentes Glucophage® ist ein gut wasserlösliches Pulver von beinahe neutralem Geschmack. Entwickelt wurde Glucophage®-Pulver in den Stärken 500, 850 und 1 000 Milligramm – die Portionen sind jeweils in einzelnen kleinen Folienbeuteln konfektioniert.

„Elektronische Zunge“ findet den richtigen Geschmack


Dieser Innovationsschritt kommt zur richtigen Zeit. Denn die Nachfrage für ein gut verträgliches und angenehm anzuwendendes Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes wächst: Die Zahl der Patienten nimmt stetig zu, weltweit leiden heute insgesamt rund sechs Prozent aller Erwachsenen, also rund 250 Millionen Menschen, an den Typen 1 und 2 der Stoffwechselkrankheit. In den Industrieländern entfallen dabei etwa 90 Prozent aller Diabetes-Erkrankungen auf den Typ 2.
Gleichzeitig betonen Diabetologen immer stärker die wichtige Rolle der kontinuierlichen Einnahme des Medikaments für eine erfolgreiche Einstellung des Blutzuckerspiegels und zur Vermeidung von Diabetes-Spätfolgen. Diese sogenannte Therapietreue lässt sich am besten erreichen, wenn das Medikament für die Patienten einfach und komfortabel anzuwenden ist. Und gerade bei einem Medikament für die Langzeitanwendung kommt es den Patienten entgegen, wenn sie zwischen verschiedenen Darreichungsformen frei wählen können.
„Drei Jahre intensiver Entwicklungsarbeit stecken in diesem innovativen Medikament“, sagt Dagmar Färber, Entwicklungsexpertin bei Merck Serono. 2009 fand die Markteinführung in ersten europäischen Ländern statt. Am Anfang stand die Entwicklung im Labormaßstab. „Zu den großen Herausforderungen des Projekts gehörte neben der schnellen Löslichkeit des Pulvers auch die Entwicklung eines weitgehend neutralen Geschmacks der Lösung“, fasst Dagmar Färber zusammen. Dabei konnten die Entwickler sich nicht auf ihr eigenes Geschmacksempfinden verlassen, da bei einem verschreibungspflichtigen Pulver-Medikament keine geschmacklichen Prüfungen im Labor durchgeführt werden können.
Deshalb kooperierte Merck Serono mit einem Labor, das eine sogenannte „elektronische Zunge“ entwickelt hat. Dieser Roboter analysiert Wirkstoffe und Medikamente auf verschiedene Parameter, die auch von der Zunge und der Nase wahrgenommen werden. Der elektronische Riecher ist dabei eine sehr wichtige Komponente, denn auch der Mensch bildet seinen Geschmackseindruck zu einem guten Teil über die Nase.

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WEITERE INFORMATIONEN

     

     

    Dagmar Färber, Entwicklungsexpertin bei Merck Serono
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    Dagmar Färber, Entwicklungsexpertin bei Merck Serono  
     
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