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Ein Beispiel für viele Anwendungsmöglichkeiten von Organischer Elektronik: eine organische Transistorschaltung auf Basis von löslichen Polymeren
Displays aus organischen Leuchtdioden, auch OLED genannt, gewinnen an Format. Zunächst zeigten die flachen Bildschirme nur auf Mobiltelefonen oder Autoradios Informationen an, nun dringen sie auch in den Fernsehmarkt vor. So haben die TV-Hersteller bereits OLED-Monitore mit einer Diagonalen von mehr als 30 Zoll präsentiert.
Die aktuelle OLED-Architektur basiert auf starren Glasplatten. Für aufrollbare Bildschirme im Kinoformat oder für großflächige Leuchttapeten eignet sich dieses Design daher mangels Biegsamkeit und aus Gewichtsgründen nicht. Hier werden neue Ansätze benötigt, wie sie nur die organische und gedruckte Elektronik liefert. Sie ermöglicht die kostengünstige Herstellung dünner, leichter und flexibler Bauelemente wie Sensoren, Schaltungen, Fotovoltaikzellen oder eben OLED und eröffnet ein völlig neues Anwendungsspektrum neben der bekannten Siliziumtechnik.
Gedruckte OLED sind Bauteile, bei denen die Funktionsschicht mittels Druckprozess auf einen Träger aufgebracht werden. Die Funktionsschichten können dabei leitende, isolierende sowie lichterzeugende Eigenschaften haben. Druckprozesse sind meist kostengünstiger und auf größere Formate anwendbar als die sonst üblichen Prozesse in der Halbleiterindustrie. Experten bescheinigen der OLED-Technologie daher hohe Wachstumsraten. Nach Untersuchungen von DisplaySearch, einem weltweit führenden Marktforschungsunternehmen für Display-Technologien, sollen die Umsätze allein in diesem Segment der organischen und gedruckten Elektronik bis zum Jahr 2018 auf bis zu sechs Milliarden US-Dollar steigen.

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Schichtförmiger Aufbau eines OLED-Displays auf Polymerbasis
Forschung im Team
Als marktführender Hersteller von Flüssigkristallen treibt Merck die Entwicklung der gedruckten OLED seit vielen Jahren voran und engagiert sich dabei in jüngster Zeit verstärkt in Forschungsverbünden. „Die Komplexität des Endproduktes“, erklärt Dr. Thomas Geelhaar, Chief Technology Officer des Unternehmensbereichs Chemie von Merck, „bedingt die Zusammenarbeit mit anderen Firmen.“
Eine zentrale Bedeutung fällt dabei dem Spitzencluster „Forum Organische Elektronik“ zu, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Herbst 2008 mit einem Fördervolumen von 40 Millionen Euro ausgestattet hat. Die Unternehmen und Universitäten, die in diesem Cluster kooperieren, wollen Verfahren für die Massenproduktion von organischen und gedruckten Bauelementen entwickeln. Für die Themen „OLED“ und „Gedruckte Organische Schaltungen“ hat Merck die Federführung übernommen.

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Das Team vom Spitzencluster Organic Electronics: Prof. Claus Heinrich (SAP), Bernhard Schweizer (InnovationLab), Prof. Bernhard Eitel (Uni Heidelberg), Dr. Andreas Kreimeyer (BASF), Dr. Bernd Reckmann (Merck), Dr. Thomas Geelhaar (Merck) und Dr. Karl-Heinrich Hahn (BASF) (v.l.n.r.)