Mit ihren daumenartigen Krallen hält sich die Laus am Menschenhaar fest. Einfach nur Kämmen hilft da nicht
Mit ihren daumenartigen Krallen hält sich die Laus am Menschenhaar fest. Einfach nur Kämmen hilft da nicht
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Natur gegen Natur

Flügel besitzen die Läuse nicht, ebenso wenig können sie flohgleiche Sprünge machen. Sind sie auf einem Kopf, müssen sie auch dort bekämpft werden. Und das, so Francis Dauché, machte lange Zeit Schwierigkeiten: Massiver Insektizid-Einsatz verbietet sich, besonders bei Kindern. Risikoarme Insektengifte aber verloren zunehmend an Wirkung: „Die Läuse bildeten Resistenzen aus“, sagt Dauché, „viele widerstehen heute den lange wirksamen Mitteln.“ Weil das die Möglichkeiten der chemischen Läuse-Bekämpfung einschränkt, ist Merck in Frankreich einen anderen Weg gegangen: „Apaisyl Poux“, eine Shampoo-Zubereitung auf der Basis von Kokosöl, bekämpft die Parasiten rein physikalisch – es nimmt ihnen die Luft zum Atmen.
Der Schlüssel zum Erfolg des neuen Produkts, das ein Mitglied der in Frankreich bereits seit den 1970er-Jahren eingeführten und dort sehr bekannten Apaisyl-Hautpflegeserie ist, liegt im Körperbau der Laus: Ihr Leib hat auf jeder Seite sieben Atemöffnungen, durch die die Laus belüftet wird. Auch das Ei, das das Insekt am Haar befestigt, versorgt sich über Atemlöcher im Nissendeckel mit Sauerstoff. In all diese Atemkanäle kriecht das Öl hinein und verschließt sie luftdicht. Das beendet das Lauseleben. Ein feinzinkiger Metallkamm zum Produkt hilft, sowohl die Läuse und Nissen zu finden, als auch sie nach erfolgreicher Bekämpfung auszukämmen.
Die Funktionsweise von Apaisyl Poux basiert auf der Anatomie der Laus: Im Shampoo enthaltene Öle dringen in die insgesamt 14 Atemöffnungen ein und verstopfen diese
Die Funktionsweise von Apaisyl Poux basiert auf der Anatomie der Laus: Im Shampoo enthaltene Öle dringen in die insgesamt 14 Atemöffnungen ein und verstopfen diese
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Wiederholt man die Behandlung am siebten und am 14. Tag nach Erstanwendung, so Dauché, lässt sich der Parasit ganz und gar zuverlässig beseitigen. Das ist auch dann notwendig, wenn man sich fortan vor weiteren Heimsuchungen mit einem Abwehrmittel schützen möchte: Egal ob Mücke, Bremse, Zecke oder Laus, ein sogenanntes „Repellent“ macht uns Menschen für Insekt und Spinnentier unappetitlich. Mit IR3535® hat Merck einen Abwehrstoff im Programm, der ebenfalls eine hochwirksame Alternative zu Insektiziden bietet. IR3535® basiert auf der natürlichen Aminosäure β-Alanin und wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Insektenschutz empfohlen.
Das Prinzip Physik im Läuseaustilgen hat große Vorzüge: Zum einen wissen die Eltern sicher (denn ganz überwiegend sind es Kinder, die befallen sind, und in Deutschland wie in Frankreich häufen sich die Fälle jeweils nach den Ferien), dass das Produkt komplett insektizidfrei ist. Zum anderen gelingt es der Laus niemals, sich durch Anpassung ihres Stoffwechsels resistent zu machen.
Es ist gut, das zu wissen. Denn obwohl es lange Zeit erklärtes Ziel der europäischen Gesundheitsbehörden war, die Kopflaus, wie zuvor die Kleiderlaus, ganz vom Kontinent zu vertreiben, hat sie Großaktionen stets getrotzt. Sie ist hartnäckig, seit Millionen Jahren schon. Wissen, Kamm und Kokosöl aber können ihr rasch und risikolos beikommen. Wenn Eltern darauf achten, sind Läuse zwar noch immer lästig – doch den Kampf gegen das Insekt gewinnt der Mensch.

 

Die Shampoo-Zubereitung "Apaisyl Poux" ist derzeit in Frankreich und Griechenland erhältlich
Die Shampoo-Zubereitung "Apaisyl Poux" ist derzeit in Frankreich und Griechenland erhältlich
© Merck